Neubau Gnadenkirche

Neubau des Gemeindezentrums Gnadenkriche in Villingen, 1. Preis

Mitarbeit im Büro Muffler Architekten BDA/DWB

Die geplante städtebauliche Entwicklung hat zum Ziel beide Stadtteile baulich miteinander zu verbinden. Das zu Verfügung stehende Baugrundstück wird durch die exponierte topographische Lage auf einer Anhöhe und den nördlich geplanten Grünzug massgebend bestimmt. Schon aus grösserer Distanz wird das Bauliche für den Betrachter in Erscheinung treten. Das zu entwickelnde bauliche Konzept soll den Ort definieren und dadurch in der exponierten Lage einen Markierungspunkt bilden. Wir sehen hier den Bezug des Einzelnen zum Ganzen und somit den Verbund aller Kräfte, die das Gefüge bestimmen. Es soll ein Gebäude entstehen, in guter handwerklicher Qualität, mit vertrauten Materialien, schönen Fügungen und guten funktionalen Grundrissen. Ein Gebäude, welches sich aus der Zeit, in der es entstanden ist, löst. Ein einfaches räumliches Konzept, zum Einen mit hoher Kommunikationsfähigkeit und zum Anderen mit hellen Räumen und menschlichen Dimensionen.

Der Baukörper situiert sich wie selbstverständlich am Kreuzungspunkt Europaallee und Wilhelm-Schickard-Strasse. Ein eingeschossiger, rechteckiger Grundbaukörper bildet den Sockel. Aus diesem schneidet sich der Eingangshof aus, welcher eine grosse Öffnung zur Wilhelm-Schickard-Strasse aufweist. Er bildet einen geschützten und zentralen Eingangsbereich für die einzelnen Nutzungsbereiche und ist kommunikatives Zentrum der Gesamtanlage. Aus dem Sockel entwickeln sich an der nördlichen und westlichen Gebäudeecke Baumassen, welche die räumlich Situation bestimmen.

Der Gemeindesaal als solcher definiert sich als bauliches Volumen zur Wilhelm-Schickard-Strasse hin. Durch die östliche Wandscheibe geführt, wird der nördlich situierte Parkplatz durch eine Öffnung an die Platzfläche angebunden. Die Parkplätze sind dadurch funktional an die Eingangssituation angebunden, treten aber optisch zum Eingangsplatz hin in den Hintergrund. Westliche des Baukörpers ist der notwendige Spiel- und Freibereich für die Kinder angeordnet. Mit diesem ist das Kaltgebäude in seiner Funktion verbunden. Es begrenzt darüber hinaus den Parkplatz nach Westen.

Das klares Baukörperkonzept und die einfache Grundrissstruktur definieren ein bauliches Ganzes. Der Entwurfsvorschlag bildet über einen eindeutigen und unverwechselbaren Abschluss der städtebaulich geplanten Zeilenbebauung, einen Markierungspunkt im städtebaulichen Raum mit hohem Identifikationswert. Architektur, Funktion und Inhalt verknüpfen sich mit der geplanten städtebaulichen Struktur und dem Landschaftsraum zu einem Gesamtbild.